Tauchurlaub - Die schönsten
Tauchgebiete und Riffe
Was auf den ersten Blick nicht zu vermuten ist, die Insel Port-Cros an der Côte
d’Azur ist eines der schönsten Tauchgebiete, die sich ein Taucher nur wünschen
kann. Die unglaubliche Unterwasserwelt ist das Ergebnis eines konsequenten
Naturschutzes auf und unter der Insel. Selbst mit Schnorchel erkennt man
schnell, dass man hier in einem fast unberührten Ökosystem das wahre Mittelmeer
kennen lernen kann. Man sollte sich den Namen der Bucht - "Baie du Palud" -
merken, um die Vielfalt der Unterwasser-Lebewesen zu betrachten. Port-Cros ist
nicht nur eine der schönsten Inseln vor der südfranzösischen Küste, sondern auch
ideal für Taucher, die ihre ersten "Schritte" ins Meer machen wollen. Man
braucht keine großen Tiefen, um in Fischschwärmen zu tauchen oder die bizarren
Felsgebilde unter Wasser zu besichtigen.
Dies gilt mehr oder weniger auch für das Topp-Tauchgebiet auf Korsika, Calvi,
das an der Nordostküste der Insel liegt. Hier sollte man aber beachten, dass man
nur im Frühsommer und im Herbst ein absolut klares Wasser vorfindet, wobei der
Sommer auch nicht so schlecht ist. Das absolute Highlight vor der Nordwestküste
sind die im Mittelmeer so selten anzutreffenden Edelkorallen. Taucht man auf ca.
30 Meter, leuchten dem Taucher die wunderschönen roten Gorgonien entgegen und er
trifft immer auf die riesigen Zackenbarsche, auf Muränen, Brassen und die immer
interessanten Langusten. Doch Vorsicht: Den Großen Drachenkopf mit seinem
schmerzhaften Gift sollte man nur mit dem notwendigen Abstand bestaunen.Völlig anders ist das Tauchen im Roten Meer. Hier sticht jedoch ein Tauchgebiet,
das auch für Anfänger hervorragend geeignet ist, hervor: Eilath, nahe der Grenze
zu Jordanien am Golf von Aqaba. Die Außen- und Wassertemperaturen sind im Sommer
am angenehmsten. Den Taucher erwartet ein völlig klares Wasser ohne merkliche
Strömung, was für Anfänger von besonderer Bedeutung ist. Tauchen vor Eilath
heißt tauchen wie in einem besonderen Aquarium eines spezialisierten Zoos. Es
sind nicht die Großfische, die den Taucher unter Wasser erwarten, sondern
herrliche Riffe an denen sich unzählige Barsche tummeln. Man muss auch nicht in
große Tiefen tauchen, um das wunderbare Schauspiel des Lebens im Roten Meer zu
erfahren. Im vielleicht beliebtesten Tauchgebiet in Sharm el-Sheikh, das im
Süden der Sinai-Halbinsel liegt, ist die Artenvielfalt unter Wasser vielleicht
am größten. Die Faszination der farbenprächtigen Korallen ist ein Höhepunkt für
jeden Urlauber. Und unbedingt sollte man an der berühmten Steilwand von Ras
Muhammad tauchen. Wer ganz nach unten taucht, den erwarten nicht selten einer
oder gleich mehrere Riffhaie. Diesen Tauchgang sollte man lieber nicht ohne
einen erfahrenen Führer machen.
Tauchen in der Karibik ist auch für deutsche Urlauber immer beliebter geworden.
Ein allerdings nicht so bekanntes Tauchziel sind die Niederländischen Antillen
mit ihren Inseln Bonaire und Curaçao, die vor der Küste Venezuelas liegen. Die
etwa 40 Kilometer lange und maximal 12 Kilometer breite Insel Bonaire ist ein
einziges Naturschutzgebiet mit einer der interessantesten Unterwasserwelten
überhaupt. Dies gilt auch für Curaçao. Sämtliche Riffe vor beiden Inseln
unterliegen einem strengen Naturschutz. Um sie zu erreichen, braucht man in der
Regel keine Boote, sondern man taucht von einem der vielen Strände aus. Es
empfiehlt sich aber, für einige wenige Euros eine Karte zu kaufen, die nicht nur
die schönsten Tauchgebiete beschreibt, sondern auch die Wege dorthin. Meiden
sollte man die Ostküste, denn hier trifft das Meer mit voller Wucht auf die
Küste, das Wasser ist ziemlich wild und flache Strände gibt es kaum. |