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Segelurlaub, ein unvergessliches Erlebnis

Ein Segelurlaub ist Aktivurlaub in Vollendung, verbunden mit einem Gruppenerlebnis, das mit nichts anderem vergleichbar ist. Auf die Frage, ob jeder einen Segelurlaub machen kann, ist nicht mit einem Ja oder Nein zu beantworten. Es gibt Angebote, in denen eine Crew die ganze Arbeit macht und der Gast mehr oder weniger auf der "faulen Haut" liegen kann oder aber man will sich aktiv beteiligen - und dies setzt schon eine gewisse körperliche Fitness voraus. Die Angebote sind so umfangreich, dass man bestimmt immer das Richtige findet.

Wer ein Segelboot - egal wo - chartern möchte, braucht natürlich einen Bootsführerschein. Diesen kann man praktisch in jedem ausgewiesenen Hafen erwerben. In der Regel werden die Führerscheine in ganz Europa anerkannt. Aufgrund eventueller Sprachprobleme bietet sich ein Segelschein-Kurs in Deutschland an. Man sollte darauf achten, dass man seine Ausbildung zum Erwerb des neuen Segelgrundscheins nach den Richtlinien des Verbandes Deutscher Sportbootschulen (VDS) macht, damit ist man in ganz Europa auf der sicheren Seite. Der Segel-Grundschein ist die Grundlage für weitere Segelführerscheine wie beispielsweise dem Sportbootführerschein-Binnen oder dem Sportbootführerschein-See.

Hat man den Entschluss gefällt, einen Segelurlaub zu machen, sollte man sich erst einmal entscheiden, wo man gerne segeln würde: zum Beispiel an der Ost- oder Nordsee, in der Bretagne, in Südfrankreich oder vielleicht an der italienischen oder kroatischen Adria - also auf einem warmen oder kälteren Gewässer. An allen Küsten befinden sich Häfen, die Charter oder Gruppenreisen anbieten. Doch nicht alle Küsten sind gleich. So ist zum Beispiel ein Segeltörn rund um Sardinen ein Erlebnis der besonderen Art, denn die Steilküsten und Buchten vermitteln vom Meer aus einen völlig anderen Eindruck als von Land. Oder aber die Küste Kroatiens, mit dem Vorzug des Inselhüpfens und romantischen, oft mittelalterlichen Häfen.

Es ist aber auch zu bedenken, dass die Windverhältnisse von Land zu Land und von Küste zu Küste verschieden sind. An der südfranzösischen Küste herrschen im Sommer völlig andere Windverhältnisse wie im Herbst, während in der Bretagne das ganze Jahr über zum Teil extreme Windverhältnisse herrschen, was dem leidenschaftlichen Segler natürlich entgegen kommt.



Ähnlich ist es an der faszinierenden Küste Englands. Man hat fast immer idealen Wind und bekommt einen völlig konträren Eindruck von der Insel. Und auch die vielen kleinen Hafenstädte tragen zum Reiz eines Englandtörns bei. Jedes dieser Städtchen hat seinen eigenen Charme. Man sollte es eigentlich nicht glauben, aber eine große Herausforderung ist das Segeln auf den Gewässern der Kanarischen Inseln. Alleine die wenigen Kilometer von Teneriffa nach La Gomera erfordern großes seglerisches Geschick. Hier herrschen nicht nur ständig wechselnde Winde, sondern die Dünung ist so stark, dass sich oft meterhohe Wellen auftürmen.

Möchte man lieber in Deutschland seinen Segelurlaub verbringen, dann bietet sich die Ostseeküste an, die zweifellos mit der Insel Rügen und ihren Kreidefelsen einen Höhepunkt bildet. Doch es gibt noch einen weiteren großen Vorteil: Man lernt in den vielen kleinen und größeren Hafenstädten endlich einmal den östlichen Norden Deutschlands kennen. Und das Wetter ist bei weitem nicht so schlecht, wie man allgemein vermuten könnte.

Eines ist aber sicher: Wer einmal einen Segeltörn gemacht hat, wird dieses Erlebnis immer wiederholen.

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